Fahrplanauskunft für Sehbehinderte

MVV-Tarifreform

Ab 15. Dezember 2019 sollen Fahrgäste von den Verbesserungen der MVV-Tarifreform profitieren. Noch stehen Entscheidungen von einigen Kreistagen der acht Verbundlandkreise aus …

Ab 15. Dezember 2019 sollen Fahrgäste von den Verbesserungen der MVV-Tarifreform profitieren. Noch stehen Entscheidungen von einigen Kreistagen der acht Verbundlandkreise aus. Wenn diese für den demokratischen Entscheidungsprozess erforderlichen Zustimmungen erteilt werden, zeichnen sich große Verbesserungen für Fahrgäste ab:

1. Öfter „öffentlich“ fahren lohnt sich

Vielfahren wird meist günstiger durch attraktive Monats-, Abo- und Jahreskarten. So sinkt der Preis für die Monatskarte für ganz München (Zone M) oder für zwei Zonen im Umland auf 55,20 Euro – und für die Jahreskarte (IsarCard Abo mit jährlicher Zahlung)  soll die Fahrt in der Zone M (erweiterter Innenraum) künftig 522 Euro pro Jahr und als rechnerische Kosten pro Monat sogar nur 43,50 Euro.

Damit hat München die mit Abstand günstigsten Zeitkarten für Erwachsene im Vergleich der deutschen Großstadtverbünde. Bei der Streifenkarte erhöht sich der Rabatt auf künftig 15 Prozent. Einzel- und Tageskartenpreise werden hingegen angehoben.

2. Mehr fürs Geld

Künftig bildet der heutige Innenraum die neue Zone M, also das Stadtgebiet München und einige Nachbargemeinden wie Aschheim, Karlsfeld, Oberhaching und Deisenhofen. Innerhalb der Zone M gibt es keine Tarifgrenzen mehr und somit nur noch eine Preisstufe. Auch in den Landkreisen werden Geltungsbereiche größer. Geschlossene Siedlungsstrukturen werden nicht mehr von Tarifgrenzen durchschnitten.

Wachstumszentren, Kreisstädte und zentrale Orte sind oftmals günstiger zu erreichen und besser vernetzt. Fahrgäste können auch in Zukunft an vielen S-Bahnhaltestellen den Bus nutzen, ohne eine weitere Tarifzone erwerben zu müssen. Innerhalb der Landkreise sind die Kreisstädte nun mit Tickets für nur eine bis zwei oder drei Zonen erreichbar.

3. So einfach und schnell „gelöst“ wie noch nie

Für fast alle Fahrscheine gelten nun sieben Zonen – statt wie bisher 16 Ringe, vier Zonen und drei Räume je nach Ticketart. Das sorgt für einfacheres Ticketlösen. Die günstigen Einheitspreise für den Kinderfahrschein, die Kurzstrecke, das Semesterticket und die Fahrradmitnahme bleiben erhalten.

Die Details zur MVV-Tarifreform

Mit dem auf den Weg gebrachten umfassenden Reformpaket wird das Tarifsystem für die Anforderungen der Zukunft fit gemacht. Studien zeigen, dass das Mobilitätsverhalten vielfältiger und komplexer wird. Die richtige Antwort darauf ist ein radikal vereinfachtes Tarifsystem. In die Arbeiten zu dieser Reform waren Politik, Verwaltung, Verkehrsunternehmen und Fahrgastverbände intensiv eingebunden. Damit ist ein echtes Gemeinschaftswerk zum Nutzen der Fahrgäste in der Stadt und der ganzen Region entstanden.